Wohin ich auch geh, ich nehm mich mit …

Meine Gedanken schweifen weit in die Ferne,
und sehen romantische Einsamkeit.
Und ja, wie gerne
wär‘ ich jetzt dort und alles wäre gut.

Wär es das?
Ja, sicher, mir fehlt nur der Mut…
und auch das Geld
für meinen Traum.

Kaum
glaube ich mir selbst, kommen die Zweifel zurück.
Alles ist besser als hier.
Alles ist schöner als jetzt.

Ist es das?
Wohl nicht, sage ich mir leise ins Ohr.
Und klar liegt’s an mir.
Wohin ich auch geh, ich nehm mich mit…

Hätt‘ ich mir vor Jahren erzählt,
was ich heute tu,
so als wär’s nur ne Vision,
ach, hätt‘ ich mich danach gesehnt.

Und heute bin ich unzufrieden,
voller Zweifel
steh‘ ich an die Tür gelehnt
und sehne mich.

Nach der Ferne,
nach dem was sein kann.
Nach irgendwas, nach jemandem, nach dir, nach mir,
dem fernsten Gebirgskamm.

Wär‘ ich dort, wär‘ ich immernoch dabei,
und mit mir die Sorgen, die Fragen, die Planerei
für ein anderes Leben,
was mir doch sicher besser stünde.

Also – was nun?
Ich kann mich nicht abschütteln,
mich nicht da lassen,
mich nicht aus Hass verlassen.

So läuft das nicht…
Es ist und bleibt jeden Tag das selbe Gesicht.
Das selbe Herz, die selbe Seele.
Ich überseh‘ mich im Spiegel.

Was nichts bringen wird,
ist dass ich mich einigel.
Nein, ich muss da raus und leben.
Wirklich leben. Ganz.

Nicht abends auf dem Sofa hängen,
bis man vor Langeweile einpennt,
während noch das Licht brennt
und der Fernseher läuft …

Zum Glück hab‘ ich schon lange keinen mehr.
Also – was fehlt denn überhaupt noch?
Am Ende wohl nur der Mut.
Gut.

Dann geh ich’s an.
Ich strecke meine Hände aus nach dem Leben.
Binde meine Angst an einen großen Heliumballon
und lasse los.

Ich bin frei.
Du auch.
Und vor uns liegt alles.
Wir haben uns dabei.


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