Leckerschmecker Unkraut-Pesto!

Essen statt ärgern!

Es gibt sie immer wieder, diese erstaunlichen Momente. Die Momente, wenn das Herz anfängt zu hüpfen, der Puls hoch geht, das Hirn kribbelt, man als Ganzes ganz hibbelig wird und vor Begeisterung losschreien möchte.

Es mag übertrieben klingen, aber so ging es mir letztens als ich mein erstes Unkraut-Pesto angerührt und probiert hatte…

Seit langem schon liebe ich Giersch, weil er so wunderbar würzig schmeckt, leicht zu erkennen und an vielen Stellen zu finden ist. Irgendwo hatte ich schon mal davon gelesen, dass man aus dieser Wildpflanze leckeres Pesto machen könne. Das wollte ich ausprobieren.

Kann man Unkraut essen?

Kann man Unkraut essen? Aber klaro!

Weil nun aber unsere Gierschpflänzchen im Garten noch recht vereinzelt und die meisten auch noch recht klein sind, also keine nennenswerte Menge für ein Pesto zusammen kommt, entschied ich mich kurzerhand, noch ein anderes, ebenfalls den meisten Gärtnern eher unbeliebtes Unkraut dazu zu werfen: Löwenzahn.

Was ich dabei erahnte, vielmehr eigentlich erhoffte, war, dass sich aus der Kombination

  • des würzigen Gierschs,
  • des herb-bitteren Löwenzahns und
  • der süßen gemahlenen Mandeln, die ich noch dazu geben wollte,

eine geschmacklich ausgewogene, nicht zuuuu herbe Mischung ergeben würde.

Kann man Unkraut essen? 

Das Rezept: Ich habe also 2/3 Giersch und 1/3 (eher junge) Löwenzahnblätter mit meiner geliebten Kräuterschere in eine Schüssel geschnitten, eine gute Portion gemahlene Mandeln sowie ordentlich Salz und gutes Olivenöl darüber gegeben.

Das Ganze zermanschte ich noch ein wenig mit dem Löffel und ließ es erst mal ziehen.

Schließlich tunkte ich eine kalte Nudel vom Vortag in das entstandene Pesto… und… waaahhh…. hammer!

Nudel für Nudel tunkte ich und bekam einfach nicht genug.

Die Mischung aus würzig, herb, bitter und süßlich war einfach zu – verdammt – lecker.

Auch zu gekochten Kartoffeln passt das Pesto supergut.

Natürliche Unkrautbekämpfung? Aufessen natürlich. Hier einer der leckersten Snacks des Sommers: Brennnesselsamen.

Das Genialste daran: Giersch, Löwenzahn und auch all die anderen „Unkräuter“ sind fast überall und über lange Zeit im Jahr zu finden. In der Stadt und auf dem Land. Wild oder im heimischen Garten. Vielen gelten sie als lästiges Unkraut – und werden ohnehin ausgezupft. Was läge also näher, als das ausgerissene Kraut gleich zu essen anstatt es weg zu werfen?

Bei mir hat dieses Unkraut-Pesto jedenfalls einen festen Platz unter meinen Lieblings-Pestos (neben Bärlauch- und Basilikum-Pesto) ergattert. Und da gibt es ja noch viele andere Unkräuter, mit denen man superleckere Dinge kochen kann… grade im Frühling gibt es bei mir in fast jedem Gericht eine ordentliche Portion (getrocknete) Brennnesseln (aus der letzten Saison).

Leckerschmecker! Nomnomnomnom!

Und Du? Welches ist dein Lieblings-Unkraut und was machst Du daraus? 

Ab damit in die Kommentare! 🙂



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