Wozu will ich hier sein?

Wie oft dachte ich schon: das macht hier doch einfach alles keinen Sinn. Wir kommen. Wir wundern uns. Und noch bevor wir überhaupt in die Nähe eines Gefühls von Sinn kommen, geht es schon wieder gegen Ende. Es gibt keinen erkennbaren Zweck für unsere Existenz. Zumindest keinen, der mir bekannt wäre und überzeugend erschiene. Deshalb […]


Die Kunst des Kindlichen

Warum kindlicher Unsinn die beste Quelle für Kreativität ist – Hoch, runter, rüber, rechts, links, über Kopf – gar nicht so leicht den Überblick zu behalten.
Es ist ein warmer Juliabend, an dem wir ehrfürchtig in die Höhe blicken, während drei Damen an drei hohen Stützen und in teilweise mehr als drei Metern Höhe über unzählige Seile balancieren, mal hängen, mal springen, mal keineahnungwas verdrehen. […]


Es wird ernst mit dem „echten“ Leben

Der Mietvertrag ist unterschrieben, auf meinem Ausweis steht schon die neue Adresse. Nach und nach füllt sich die Wohnung mit unseren liebsten Dingen. Doch das Interessante ist gar nicht so sehr, wie es innen aussieht, wie groß oder hell oder „schick“ die Wohnung ist – das wirklich Besondere ist, wo sie sich befindet. Denn ab […]


Klamotten

Ekstase des Entrümpelns

Ich bin unglaublich faul, wenn es um Unnötigkeiten geht. Ich räume nicht gern auf. Ich staube nicht gern ab. Ich schleppe nicht gern Umzugskartons durch die Gegend – wenn es sich auch vermeiden lässt. Dafür liebe ich Symmetrie. Ordnung. Einfachheit. Minimalismus. Das hat dazu geführt, dass ich ziemlich gut im Entrümpeln und im keinen-sinnlosen-Quatsch kaufen bin. […]


Queeny

Von Hasen – und der Komplexität der Wahlfreiheit

Als ich klein war, wünschte ich mir oft ein kleines Käfig-Haustier. Ein Hamster, Hase oder eine Maus, dachte ich, könnte einfach immer da sein. Praktisch. Handlich. Tatsächlich ergab es sich irgendwann, dass wir Hasen bekamen. Und zwei davon, sowie ein Meerschweinchen später, war es unsere dritte Häsin, Queeny, die ich irgendwann im Garten beobachtete. Ich […]


Brief an D. – und an mich

Warum ich das Schöne und das Nützliche nie wieder trennen will – Als Kind stellte ich mir die Universität vor als großartigsten Ort der Welt. Halb voll mit spannenden Denkern, Schriftstellern und Philosophen. Halb voll mit welchen, die genau das werden wollten.

Und ich wollte das auch. Unumstößliche Logik und Eindeutigkeit.

Tatsächlich weiß ich gar nicht genau, wie ich zu dem Bild kam. Meine Erinnerung gibt mir das Gefühl, dass es früher da war, als dass es aus Büchern oder dem Fernsehen kommen können hätte. Aber wahrscheinlich täusche ich mich. […]


by Sarah Babineau (http://lababineau.com/)

Das Leid der Lehrenden

Ein Dienstagmorgen, irgendwo in Deutschland. Verschlafen steige ich aus dem Auto und schleppe mich und mein mit großer Erwartung vorbereitetes Material in Richtung Schulgebäude. Ich bin weder Schüler noch Lehrer, sondern Gastreferentin. Nur zu Besuch. Als ich aus der Ferne den Betonklotz sehe, in dem ich die nächsten drei Stunden verbringen werde, flüstere ich mir […]


Ein Traum in Rund – vom Leben in einer Jurte

Es ist früher Morgen, als ich vom Zwitschern der Vögel erwache. Draußen streicht der Wind sanft um die Rundungen unserer Behausung. Es ist kühl. Aber die Kühle erfrischt. Und im Bett ist es ohnehin noch kuschelig warm. Einen kleinen Moment lang genieße ich noch die Friedlichkeit des Augenblicks. Lausche allen Geräuschen, um mich herum. Den […]


Kleinwalsertal

Die Magie des Morgens

Frühaufstehen ist ein Mythos. Schon seit Ewigkeiten gleichgesetzt mit Produktivität, einem starken Willen, einem guten Leben. Doch so viele Verfechter des Frühaufstehens es auch geben mag – es wird dadurch nicht leichter. Ich bin ziemlich exakt das Gegenteil eines Frühaufstehers. Ich bleibe gerne und leicht lange wach. Und ich könnte ewig schlafen. Noch lange eingekuschelt im Bett […]


Vogesenrinder

Respekt vor dem Leben

Es war nicht das erste Mal, dass ich Aufnahmen aus einem Schlachthaus sah. Nur diesmal war irgendwas anders. Ich weinte. Aber ich weinte nicht über den Tod. Tod ist alltäglich. Jeden Tag laufen wir an ihm vorbei. An der Metzgerei. Der Hähnchenbraterei. Dem Kühlregal. Dem Gummibärchen- und dem Weinregal. Tod erschreckt mich nicht mehr. Worüber […]